Parodontitis in der Naturheilkunde – ganzheitliche Heilung

Parodontitis in der Naturheilkunde – ganzheitliche Heilung

Während es im letzten Artikel zum Thema Parodontitis eher um klassische Behandlungsmethoden ging, erfahren Sie heute, wie mithilfe der Naturheilkunde die Parodontitis ganzheitlich geheilt werden kann. Die Parodontose beginnt häufig unbemerkt mit einer Entzündung des Zahnfleischs, die sich immer weiter ausbreitet. In der Folge können sich Zahnfleischtaschen bilden und Ihre Zähne den Halt im Kiefer verlieren. Deshalb ist es wichtig, diese Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Dies ist auch mit völlig unbedenklichen Behandlungen möglich, die Ihre Zähne und das Zahnfleisch stärken, ohne Ihren Körper zu belasten.

Die Standardtherapie bei Parodontitis

Die standardisierte Behandlung der Parodontitis verläuft in 3 Stufen:

Basisbehandlung: Reinigung der Zähne und Zahnfleischtaschen sowie die Anleitung der gründlichen Zahnpflege Zuhause.

Chirurgische Behandlung: Behandlung tiefer Zahnfleischtaschen und Kieferknochenaufbau mit künstlichen Füllmaterialien oder Wachstumsmitteln. Hierunter zählen auch Transplantationen, wenn das Zahnfleisch unwiederbringlich geschädigt wurde.

Nachsorge: Mehrere Kontrolluntersuchungen pro Jahr bei Ihren Zahnarzt sowie konsequente, gründliche Zahn- und Mundpflege.

Häufig werden bei diesen Therapieansätze Medikamente, Hilfsstoffe oder andere Materialien verwendet, die sich ungünstig auf die ganzheitliche Gesundheit auswirken. Beispielsweise Desinfektionsmittel, die körpereigene Zellen angreifen.

In der biologischen Zahnmedizin verzichten wir auf solche Präparate und achten akribisch darauf, Ihren Körper in der ganzheitlichen Heilung zu unterstützen. Die ergänzenden Behandlungsansätze, die wir in unserer Praxis durchführen, stellen wir Ihnen nun genauer vor.

Naturheilkundliche ergänzende Therapien bei der Parodontitis

Die biologische Zahnmedizin entwickelte sich in den letzten Jahren stark. Sie kombiniert dabei modernste Technologien und jahrhundertealte Erkenntnisse. Auch wenn Sie an einer Parodontitis leiden und Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch erhalten wollen, gibt es zur klassischen Behandlung erweiterte Ansätze, die Ihren Körper auf mehreren Ebenen unterstützen.

Schonend und gründlich reinigen mit Ozon

Während klassische Therapieansätze mit Desinfektionsmitteln arbeiten, die gute wie auch böse Mikroorganismen abtötet, arbeiten wir mit Ozon. Mit diesen erreichen wir selbst schwersterreichbare Areale am Zahnfleischrand und in den Zahntaschen. Da Ozon körpereigene Zellen und gute, förderliche Mikroorganismen nicht angreift, werden die schädigenden Krankheitserreger sicher entfernt. Das sorgt dafür, dass sich die Entzündung nicht mehr weiter ausbreiten und der Zahnfleischrückgang gestoppt werden kann.

Unterstützung für den Kieferknochen

Ist Ihre Parodontose weit fortgeschritten, kann der Kieferknochen Schaden nehmen. In der klassischen Zahnheilkunde wird er mit Implantaten wiederhergestellt oder durch Wachstumsmittel angeregt, zu heilen. In der biologischen Zahnmedizin verwenden wir dazu Bestandteile Ihres Blutes, das wir zu einer Membran verarbeiten – die Choukroun A-PRF. Diese Membran wird in die betroffenen Stellen eingesetzt und regt dort die Heilung an. Gleichzeitig kann mit dieser Behandlung oftmals die Nachbehandlung mit Antibiotika umgangen werden.

Aromatogramm statt Antibiogramm

Antibiotika unterbrechen den Krankheitsverlauf und verhindern schwerwiegende Komplikationen durch die nach der Desinfektion zurückbleibenden Bakterien. Doch die Antibiotika töten wichtige Darmbakterien und andere förderliche Bakterien in Ihrem Körper ab.

In der biologischen Zahnmedizin greifen wir deshalb auf naturbelassene Optionen zurück wie beispielsweise ätherische Öle. Einige haben antibakterielle, antientzündliche Eigenschaften und greifen Körperzellen oder förderliche Bakterien nicht an. Damit wir feststellen können, welche ätherischen Öle für Sie geeignet sind, führen wir ein Aromatogramm durch. Dieses ähnelt einem Antibiogramm und zeigt an, welche Öle die vorliegenden Bakterien in Ihrem Mund abtöten können.

Wie Sie diese Öle selbst zu Hause anwenden, zeigen wir Ihnen in unserer Praxis. Denn wie auch bei einer Antibiotikatherapie ist es auch mit der Behandlung mit ätherischen Ölen nicht mit einer Anwendung getan.

Ihr Immunsystem

Die Symptome zu bekämpfen ist das eine, die Ursache zu behandeln, das andere. Ein starkes, intaktes Immunsystem erkennt und stoppt Infektionen im Körper – ohne Hilfe von außen. Das gilt auch für Zahnfleischentzündungen und die Parodontitis. In unserer Praxis für biologische Zahnmedizin stehen Ihre körpereigenen Abwehrkräfte deshalb im Fokus.

Dabei konzentrieren wir uns auf diese Säulen:

  • Mineralien und Vitamine
  • Reduktion der Faktoren, die Ihr Immunsystem belasten
  • Optimierung des Säure-Basen-Haushaltes

Die heutige, moderne Ernährung beinhaltet kaum alle Mineralien, Vitamine und weitere Nährstoffe, die Ihr Körper für ein starkes Immunsystem benötigt. Wichtig sind:

Vitamine A, B, D, E, C und K2. Sowie Folsäure, Magnesium, Calcium und Omega-3-Fettsäuren. Ein Auffüllen Ihrer Vitaminspeicher tut nicht nur Ihrem Immunsystem gut. Auch Ihr Speichel mineralisiert sich und kann diese Mineralien wiederum an Ihre Zähne und das Zahnfleisch weitergeben – uns sie dadurch stärken. Im Interview mit Benjamin Weidig erfahren Sie mehr Details darüber, wie Sie durch Mineralien Ihre Zahn- und Mundgesundheit verbessern können.

Antioxidantien fördern die Abwehr gegen freie Radikale, was Ihr Immunsystem entlastet. Antioxidantien finden sich beispielsweise in frischem Gemüse, Obst und in Hülsenfrüchten. Wichtig ist zudem, dass Sie den vorhandenen Bakterien in Ihrem Mund wenig Futter geben. Reduzieren Sie Ihren Zuckerkonsum, können die Bakterien „ausgehungert“ werden.

Mit diesen Tipps stärken Sie Ihr Immunsystem und balancieren gleichzeitig Ihren Säure-Basen-Haushalt.

Ungesunde Ernährung sowie Metallimplantate bringen den pH-Wert aus dem Gleichgewicht. Das macht es Krankheitserregern leichter, sich in Ihrem Mund auszubreiten und eine Parodontitis zu begünstigen.

Aus diesem Grund empfehlen wir, Metallimplantate durch neutrale, biokompatible Keramikimplantate zu ersetzen. Das begünstigt einen basischen pH-Wert im Mund, in dem es Krankheitserreger schwerer haben, sich auszubreiten und Ihre Zähne zu schädigen.

Ölziehen bei Parodontitis

Das Zähneputzen mit Wasser und Zahncreme ist bereits fest in den Alltag integriert. Jedoch entfernt dies nicht alle Krankheitserreger, sondern nur die wasserlöslichen Teilchen. Doch es gibt noch fettlösliche Partikel, die sich ungestört weiter ausbreiten. Diese können Sie durch Ölziehen entfernen. Beliebt sind Kokosöl oder Sesamöl, weil ihnen entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen werden. Nehmen Sie einen Teelöffel des Öls und ziehen es etwa 5 Minuten durch die Zahnzwischenräume. Anschließend können Sie die Zähne wie gewohnt putzen. Gerne beraten wir Sie zur genauen Durchführung bei einem Beratungstermin.

Im Laufe des Tages haben sich Mundspülungen mit antientzündlichen Eigenschaften wie Salbei oder Rosmarin bewährt. Diese können Sie sowohl während der Parodontitis-Behandlung als auch danach anwenden.

Nachsorge der Parodontitis in der biologischen Zahnmedizin

Auch wir legen einen großen Wert auf eine engmaschige Nachsorge, damit ein Rückfall der Parodontitis nicht auftritt oder schnellstmöglich erkannt wird. Wir empfehlen Ihnen, mehrmals im Jahr einen Termin zur biologischen, professionellen Zahnreinigung zu vereinbaren. In dieser reinigen wir Zähne und Zahnfleisch gründlich, beseitigen schädliche Krankheitserreger und pflegen Ihr Zahnfleisch. Auch hier kommen ausschließlich biokompatible Produkte ohne schädigende Zusatzstoffe zum Einsatz. Durch die ausgiebige Zahnfleischpflege wird Ihr Zahnfleisch angeregt, sodass das Risiko auf eine wiederkehrende Parodontose minimiert wird. Im Anschluss erhalten Sie zudem weitere Tipps für die Zahnpflege Zuhause.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in unserer Praxis für biologische Zahnmedizin. Wir freuen uns auf Sie!

Disclaimer:

Alle empfohlenen Maßnahmen in diesem Artikel stellen keine Beratung bei einem Zahnmediziner, Arzt oder Heilpraktiker dar. Die Durchführung der genannten Handlungsmöglichkeiten geschieht auf eigene Verantwortung und sollte mit Ihren behandelnden Ärzten abgesprochen werden.

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